Anders als während der Anfänge des E-Commerce wollen Kunden heute die Freiheit, ihre bevorzugte Zahlungsart zu wählen – und dabei eine Vielfalt von Optionen zu nutzen. Deshalb müssen Entwickler und Produktmanager die verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten nicht nur verstehen, sondern sie auch aufeinander abstimmen. Das kann mitunter eine große Herausforderung sein. Tatsächlich ist das der Grund, warum viele Unternehmen sich dafür entscheiden, stattdessen vorgefertigte E-Commerce- oder Warenkorblösungen zu nutzen. Falls Sie jedoch ähnlich ticken wie ich, wollen Sie sicher eine individuellere Lösung kreieren. Und da kommen wir ins Spiel: Amazon Pay zeigt Ihnen, wie Sie dafür sorgen, dass all Ihre Zahlungsintegrationen zusammen funktionieren, wenn Sie Ihre neue Website aufbauen.

Bewertung Ihrer Zahlungslösungen

Wenn Sie sich Ihre Zahlungslösungen ansehen, kann es hilfreich sein, sie in einem ersten Schritt danach zu kategorisieren, was diese tun und wie sie es tun.

  • Synchron oder asynchron: Wann erfahren Kunden, ob ihre Zahlung erfolgreich war? Werden Kunden sofort benachrichtigt – synchron mit dem Bezahlvorgang? Werden sie nach Abschluss des Bezahlvorgangs per E-Mail benachrichtigt? Wie gehen Sie mit abgelehnten Zahlungen um und wann reagieren Sie darauf?
  • Eigenständige Zahlungsart oder Bezahlerlebnis: Wann kommt der Kunde das erste Mal mit der Zahlungslösung in Berührung? Haben Kunden die Option, schnell von einer Produktseite aus über einen reibungslosen Bezahlvorgang zu bezahlen?  Ist Ihre Zahlungslösung Teil Ihrer aktuellen Bestellbestätigungs- und Bezahlseite neben anderen eigenständigen Zahlungsarten wie Kreditkarte oder ACH?
  • Push- oder Pull-Kommunikation: Wie erhalten Sie Benachrichtigungen zum Status einer Transaktion? Werden Kunden durch Push-Benachrichtigungen automatisch zu Ihrem System geleitet oder müssen Sie Zahlungsanfragen (Pull) stellen?
  • Einmalige oder wiederkehrende Zahlungen: Können Ihre Kunden Ihnen die Zustimmung erteilen, ihre gewählte Zahlungsart zu speichern oder für eine erneute Rechnungsstellung zu nutzen (zum Beispiel für ein Abonnement), oder müssen sie jedes Mal selbst eine neue Transaktion veranlassen?


Denken Sie über diese Funktionen nach, um Ihre Integrationen so zu gestalten, dass diese in Zukunft musterbasiert und skalierbar aufgebaut werden können. Dies kann auch dafür sorgen, dass Sie nicht mehr für jedes von Ihnen unterstützte Zahlungsszenario benutzerdefinierte Handler, Bezahlseiten und Geschäftslogiken entwickeln müssen. Konzentrieren Sie sich darauf, nur den Code zu entwickeln, der für die spezifischen Felder, APIs und Endpoints jeder Zahlungsart nötig ist.

Synchrone oder asynchrone Zahlungen

Stellen Sie klar, ob eine Transaktion asynchron oder synchron stattfindet, um festzulegen, wie Sie mit Ihren Kunden kommunizieren und wann Sie mit dem Versand ihrer Bestellungen beginnen können. Synchrone Zahlungen (finden in „Echtzeit“ statt) sind attraktiv, wenn Sie Kunden eine schnelle Möglichkeit bieten müssen, Ihre Produkte zu kaufen und sichergehen wollen, dass sie sofort wissen, dass ihre Transaktion erfolgreich war. Synchrone Zahlungen sind die Art von Transaktionen, die von Kreditkartenlösungen angeboten werden. Falls Sie sich keine Sorgen über zu viele abgelehnte Zahlungen machen oder wiederkehrende Kunden haben, die Produkte mit niedrigerem Wert kaufen, ist dies genau der richtige Zahlungstyp für Sie!

Asynchrone Zahlungen, die teilweise „offline“ oder außerhalb des Bezahlvorgangs stattfinden, sind besser geeignet, wenn Überprüfung und Genehmigung wichtiger sind als ein sofortiger Kauf. Dies kann nützlich sein, wenn Sie besonders hochpreisige Artikel (z. B. Luxusbekleidung, Möbel usw.) verkaufen und Ihre Kunden nicht erwarten, dass der Betrag sofort in Rechnung gestellt wird. Zwar wird die Zahlung nicht umgehend abgewickelt, dafür haben Sie jedoch die Gewissheit, dass die Antwort von Ihrem Zahlungslösungsanbieter überprüft wurde und korrekt ist.

Amazon Pay unterstützt beide dieser Varianten. Sie können eine synchrone Autorisierung anfordern, die sofort geschieht und bei der ein Status als Teil der API-Antwort zurückgesendet wird, oder sich für eine asynchrone Autorisierung entscheiden, bei der später eine Benachrichtigung an Ihre Systeme geschickt wird. Sie können die beiden verschiedenen Zahlungstypen sogar miteinander verbinden und zuerst eine synchrone Autorisierung durchführen und nur im Falle einer Ablehnung zur Sicherheit eine asynchrone Autorisierung anschließen.

Zahlungsbenachrichtigungen

Wie eine Zahlungslösung Sie über eine Transaktion benachrichtigt, ist genauso wichtig wie die Verarbeitungsmethode.  Erhalten Sie eine Push-Benachrichtigung ähnlich der Benachrichtigung, die Sie auf Ihrem Handy erhalten würden, wenn der Artikel, den Sie gekauft haben, verschickt wurde? Oder erhalten Sie Aktualisierungen durch regelmäßiges Polling eines API-Endpoints, das ähnlich funktioniert wie das Öffnen der Shopping-App Ihres Smartphones, um zu sehen, ob ein Artikel verschickt wurde?

Je nach Ihrer Infrastruktur und Ihren Sicherheitsanforderungen kann es wichtig sein, die volle Kontrolle über ein- und ausgehende Kommunikation zu haben, indem diese Informationen nur von Ihnen selbst durch Polling abgefragt werden.  Diese Methode ist zwar sicher, doch nicht jede verfügbare Zahlungslösung unterstützt das wiederholte Versenden von API-Requests an seine Server, um Informationen zu einer Transaktion zu erhalten.

Falls Ihr Zahlungslösungsanbieter stattdessen Push-Benachrichtigungen unterstützt, können Sie sich von dessen Servern Updates direkt an einen von Ihnen festgelegten Endpoint schicken lassen. Anstelle von „Cronjobs“ können Sie einen einzelnen Endpoint haben, der verschiedene Handler für Ihre Zahlungslösungen haben kann.

Amazon Pay kann die Methode unterstützen, die sich für Ihre Infrastruktur am besten eignet, entweder durch Instant Payment Notifications (Push) oder APIs für Transaktionsabfragen (Pull). Weitere Informationen zu Instant Payment Notifications und darüber, wie sie verarbeitet werden, finden Sie in unserem Post: „The world of Instant Payment Notifications“.

Das Kundenerlebnis

Wie eine Zahlungslösung Kunden präsentiert wird, kann letztendlich deren Kaufentscheidung  beeinflussen. Die zwei wichtigsten Aspekte, die es hierbei zu beachten gilt, sind: Kann die Lösung für ein reibungsloses Zahlungserlebnis an einem früheren Punkt der Customer Journey sorgen und ermöglicht sie wiederkehrende Zahlungen?

Kunden bereits zu einem früheren Zeitpunkt eine Alternative oder einen Sofort-Checkout anzubieten (z. B. auf Ihren Produktseiten oder in Ihrem Warenkorb) eignet sich perfekt für Kunden, die wissen, was sie wollen. Es ist aber auch wichtig, jede Zahlungslösung darauf abzustimmen, an welchem Punkt der Customer Journey sich Kunden befinden.

Zum Beispiel, vielleicht möchten Sie Amazon Pay als Alternative anbieten, um nur eines Ihrer Produkte zu kaufen und den Kauf sofort abzuschließen.  So würden Kunden sofort den Bezahlvorgang von Amazon Pay abschließen können, ohne den längeren Bezahlvorgang zu durchlaufen, der bei anderen Zahlungsoptionen notwendig ist, wenn Sie diese direkt anbieten.

Amazon Pay kann natürlich auch als eigenständige Zahlungsart verwendet werden. In diesem Fall wird die Option, aus gespeicherten Zahlungsarten zu wählen, erst angezeigt, wenn Ihre Kunden die Customer Journey bereits beendet haben. Wenn nun beide dieser Möglichkeiten zur selben Zeit an derselben Stelle angezeigt werden, muss der Kunde seine Liefer- und Rechnungsadresse sowie die Zahlungsinformationen eventuell zweimal auswählen. Da dies alles andere als ideal ist, sollten Sie genau darauf achten, wie jede Ihrer Zahlungslösungen den Kunden verfügbar gemacht wird.

Wiederkehrende Zahlungen

Wenn es dann zum Abschließen der Bezahlung kommt, sollte zum Schluss noch festgelegt werden, ob eine Zahlungslösung wiederkehrende Zahlungen unterstützt. Diese Überlegung ist wichtig, ganz gleich, ob Sie ausschließlich Abonnement-Produkte oder eine Mischung aus Abonnements und einmaligen Artikeln verkaufen. Stellen Sie sich den Frust der Kunden vor, wenn diese die Bezahlseite mit einem Warenkorb voller Produkte erreicht haben und dann feststellen müssen, dass ihre bevorzugte Zahlungsart nicht unterstützt wird. Sorgen Sie dafür, dass nur die „richtigen“ Zahlungsarten angezeigt werden – je nachdem, was sich im Warenkorb der Kunden befindet –, um Reibungspunkte zu reduzieren.

Mit Amazon Pay haben Kunden bereits Zugang zu ihren gespeicherten Zahlungsarten. Außerdem bieten wir ihnen die Möglichkeit, ihre Zustimmung zu geben, dass wiederkehrende Käufe in Zukunft über dieselbe Zahlungsart in Rechnung gestellt werden. Wenn Sie dieser Zustimmung ein Token zuweisen, müssen Sie diesen in einer sicheren Datenbank oder in der Abonnement-Lösung Ihrer Wahl speichern. Indem Sie diese Amazon Pay-Tokens in demselben logischen Format und an demselben Ort wie Ihre anderen Tokens, Genehmigungen oder Vereinbarungen speichern, können Sie die Abonnements Ihrer Kunden von einem zentralen Ort aus verwalten, egal für welche Zahlungsart diese sich entschieden haben.

Ihr Code ist Ihr Geschäft

Wenn Sie nun zu dem Schluss kommen, dass Amazon Pay jede Menge Flexibilität bietet, anstatt sich auf ein einzelnes Integrationsmuster oder eine bestimmte Methode festzulegen – dann haben Sie vollkommen recht! Wir sind der Meinung, dass Ihr Code letztendlich Ihr Geschäft ausmacht und wir wollen einen Bezahlvorgang bieten, der sowohl Sie als auch unsere gemeinsamen Kunden glücklich macht. Ob dies durch Ihre Wahl der Benachrichtigungsmethoden geschieht oder dadurch, dass Sie Ihren Kunden die Möglichkeit bieten, später zu bezahlen – wir helfen Ihnen gerne weiter.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie Ihre Amazon Pay Integration optimal nutzen können, dann sehen Sie sich diesen Abschnitt an.

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